Bachblüten — Blütentherapie

Bachblüten Therapie

Bachblüten für die Seele

Vor fast 90 Jahren begründete der englische Arzt Dr. Edward Bach die nach ihm benannte Blütentherapie. Geboren 1886 hatte er bereits als junger Mann die Vorstellung, eines Tages ein neues und sanftes Heilverfahren zu entwickeln.

Nach Studium und Medizin – Examen arbeitete er zunächst als Chirurg auf einer Unfallstation. Später widmete er sich der Bakteriologie, wobei er die Kleinstlebewesen des menschlichen Verdauungstraktes untersuchte und klassifizierte. Hierbei entdeckte er, dass Menschen mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur auch eine ähnliche Be­siedlung mit Keimen in ihrer Darmflora aufweisen. Nachdem er die Homöopathie kennengelernt hatte, stellte er aus Darmbakterien homöopathische Heilmittel (Nosoden) für Pa­tienten mit unterschiedlichen Per­sönlichkeitsmerkmalen her. Diese Nosoden  setzte er bei der Behandlung verschiedenster, insbesondere chronischer Erkrankungen ein. In den darauf folgenden Jahren gelang es ihm, diese Mittel durch Essenzen verschie­dener Pflanzen zu ersetzen. Dabei verwendete Bach ausschließlich die Blüten der jeweiligen Pflanze, weil er diese  als die „Krönung und Vollendung“ der Pflanze betrachtete.

Grundzüge der Bach-Blütentherapie

  • Behandle nicht die Krankheitssymptome sondern den Menschen.
  • Negative Gemütszustände wie Angst, Kummer, Sorgen, Traurigkeit oder Unge­duld sind die wahren Ursachen von Krankheiten.
  • Daher müssen die Heilmittel Einfluss auf die Seele haben, um diese seelischen Krank­heitsursachen zu heilen.
  • Größtmögliche Ent­faltung und Stabilität der jeweili­gen Persönlichkeit ist das Ziel einer jeden Behandlung.

Blüten wildwachsender Pflanzen

Dr. Bach zog von London nach Wales, um dort seine Blütentherapie zu entwickeln. Dort konnte er in der unberührten Natur seine Heilpflanzen sammeln und verarbeiten. Noch heute geht man bei der Sammlung und Herstellung der Blütenessenzen so vor, wie Bach es vor fast 90 Jahren er­probt hatte.

Verwendet werden wild wachsende, ungiftige Pflanzen wie Ackersenf, Springkraut, Ginster und Enzian. Aus diesen werden wässerige Auszüge hergestellt und mit Alkohol haltbar gemacht. Es befinden sich jedoch auch Bäume wie Eiche, Weide, Kastanie, Ulme, Buche und andere darunter. Die einzige Ausnahme ist ein bestimmtes heilkräftiges Quellwasser, das als Heilmittel bei Patienten eingesetzt wird, die nach sehr starren Prinzipien leben.

Die gesammelten Blütenblätter dieser Pflanzen werden in eine Schüssel mit Quell­wasser gegeben, bis die Oberfläche der Schüssel mit Blüten bedeckt ist. Anschließend stellt man sie in die Sonne, wodurch sich die Heilkräfte der Blüten auf das Wasser übertragen. (Sonnenmethode)
Essenzen aus Blüten von Pflanzen, die sehr früh im Jahr blühen, wenn die Sonne noch nicht ausreichend Kraft hat, werden nach der so genannten Kochmethode zubereitet.

Die Auszüge werden durch die Zugabe von Alko­hol haltbar gemacht. Anschließend werden sie mit Wasser auf das Verhältnis 1:240 verdünnt. Doch diese Flüs­sigkeit stellt immer noch ein Blü­ten-Konzentrat dar, das in Vorrats­flaschen, den so genannten „Stock ­bottles“, aufbewahrt wird.

Seit Juni 1994 sind die Bach-Blü­ten zwar apothekenpflichtig; sie müssen jedoch nicht vom Arzt ver­schrieben werden. Sie sind also von jedermann über die Apotheke zu beziehen.

Wirkungen auf die Seele

Insgesamt beschrieb Dr. Bach 38 Seelenzustände, die alle einer „ne­gative“ Struktur des menschlichen Charakters entsprechen, zum Bei­spiel Herrschsucht, mangelndes Selbstvertrauen, Misstrauen oder Ungeduld. Für jeden dieser Seelenzustände fand Dr.Bach eine Blütenenergie, die in der Lage ist, diese negativen Strukturen aufzulösen oder den positi­ven Seelenzustand zu verstärken. So werden zum Beispiel bei Furchtsamkeit oder Herrschsucht positive Wirkungen Mut, Zutrauen und Sanftmut gestärkt.

Dr. Edward Bach unterteilte seine 38 Blütenessenzen in sieben Grup­pen für Menschen

  1. die un­ter Angstzuständen leiden
  2. die überempfindlich gegenüber äußeren Ein­flüssen sind
  3. die mutlos und ver­zweifelt sind
  4. die an Unsicherheit leiden
  5. die übermäßig um an­dere besorgt sind
  6. die an Einsamkeit leiden
  7. die ein un­genügendes Gegenwartsinteresse besitzen

Bach schrieb 1934 über die Wir­kung seiner Blüten-Essenzen: „Sie sind in der Lage. unsere ganze Per­sönlichkeit zu erheben und uns unserer Seele näher zu bringen. Da­durch schenken sie uns Frieden und entbinden uns von unserem Leiden. Sie heilen nicht dadurch, dass sie die Krankheit — also die körperlichen Symptome — direkt angreifen, sondern indem sie unse­rem Körper mit den schönen Schwingungen unseres höheren Selbst durchfluten, in deren Ge­genwart die Krankheit hinweg schmilzt wie Schnee in der Sonne. Wahre Heilung findet erst dann statt, wenn der Patient seine Le­benseinstellung verändert, seinen Seelenfrieden findet und ein inne­res Glücksgefühl verspürt.“

Bachblüten — Einnahme

Zur Einnahme der Bachblüten werden aus den Vorratsflaschen zwei Tropfen je­der in Frage kommenden Blüte in ein 30-ml-Fläschchen gefüllt. Anschließend wird zu einem Drit­tel Alkohol und zu zwei Dritteln ein gutes Wasser hinzugefügt. Die Einnahmefla­sche kann auch ohne Alkohol zu­bereitet werden.

Die Häufigkeit und die Anzahl der Tropfenmenge ist von Person zu Person unterschiedlich. Meistens sind es mehrmals täglich zwei Tropfen. Wobei sehr empfindliche und sensible Personen zum Teil nur al­le zwei Tage zwei Tropfen einnehmen. Die Tropfen werden einige Tage über das Ende der Beschwerden hinaus einge­nommen.

Die Bachblüten können von Men­schen jeden Alters bedenkenlos eingenommen werden. Wechsel­wirkungen mit anderen Medika­menten bestehen nicht. Auch wer­den schulmedizinische Medikamente, die der Patient vom Arzt verordnet bekommt, nicht in ihrer Wirkung gemildert Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch treten keine Nebenwirkungen auf. Es kann jedoch, ähnlich wie in der Homöopathie, zu Erstreaktionen kommen (psychisch oder physisch) Diese sind positiv zu bewer­ten und zeigen an, dass der Heilungsprozess in Gang kommt. Erstreaktionen klingen im Allgemeinen nach kurzer Zeit wieder ab.